Nach längerer Abstinenz kam ich 2010 wieder in den Genuss einiger Livekonzerte. Unsortiert:

  • Pet Shop Boys
  • Baseballs
  • Eels
  • Adam Green
  • U2
  • Markus Rill & The Troublemakers
  • Franz Benton
  • Shri
  • diverse andere Bands bei Streetlife und Praterinselfest

Grosse Bands, kleine Bands, bekannt und unbekannt. Kein wirklich schlechtes Konzert darunter gewesen. Es gibt diese Konzerte, die wie perfekt choreographierte Shows daherkommen. Bei U2 und den Pet Shop Boys sehr nachvollziehbar, bei den Eels etwas überraschender. Und dann wieder diese fast intime Wohnzimmeratmosphäre, bei Shri oder Markus Rill, aber auch bei Adam Green (die erste Reihe mag hier geholfen haben). Als Techie fühlt man sich zur perfekten Show, zu den Gesamtkunstwerken schon hingezogen. U2 hat hier Massstäbe gesetzt, aber auf viel kleinerer Bühne waren auch die PSB wirklich beeindruckend. Dennoch bleiben auch die Eindrücke lange haften, die man von den kleinen Gigs mitnimmt. Shri, mit einer 70jährigen Weissen als Sängerin, die so schwarz klingt. Und einer Öko-Tante als Bassistin, die auch nicht anders ist als alle anderen Bassisten: Schweigsam und introvertiert. Adam Green, der sich erstmal den Bauch blutig kratzt und Bier trinkt statt Wasser wie alle anderen. Franz Benton, der seine Tochter auf die Bühne holt, die er schon als Baby besungen hat. Markus Rill, der vor praktisch nicht existentem Publikum gespielt hat, als ob der Saal voll war mit 200 Leuten.

Die perfekten Shows regen mich zum Nachdenken an. Wieviele Personen planen sowas? Was kostet die Show? Wie tief ins Detail geht die Planung? Wie funktioniert das, am Ende so etwas Gewaltiges wie U2 360 auf die Bühne zu bringen?

Live macht Spass. Live ist Musik so, wie sie wahrgenommen werden will.